Die Reeperbahn – Hamburgs elektronische Hochburg

Man muss nicht lange nachfragen, bis jemand das inoffizielle Wahrzeichen Hamburgs erwähnt. Die Reeperbahn ist für viele Touristen und Bürger das Epizentrum des Nachtlebens. Nicht umsonst wird die Reeperbahn mit ihren 930 Metern ,,sündigste Meile der Welt’’ genannt. Die Anzahl der Diskotheken, Nachtclubs, Bars, Kneipen und Stripclubs sind für so manchen nicht zu fassen.

Reeperbahn nur Rotlicht?

Zwar denken vor allem Touristen oftmals an das berüchtigte Rotlichtmilieu, was in vielen Großstädten zu finden ist, jedoch übersehen viele die kulturelle und künstlerische Vielfalt der Reeperbahn. Hinzu kommt die Möglichkeit für viele Minderheiten, auf der Reeperbahn eine Gemeinschaft aufzubauen, in der sie ihre Sexualität entfalten und ausleben können.

Die Beatles von der Reeperbahn

Eine bereits legendäre Geschichte ist die Erzählung von den Beatles und ihren ersten Gigs in Hamburg. Als verzweifelte Amateurband nahmen es die Mitglieder um Paul McCartney auf sich, und reisten 1960 nach Hamburg. Hier lernten die Mitglieder, als Band zusammen zu spielen und so ihre Fähigkeiten zu verbessern. In der Zeit zwischen 1960 und 1962 spielte die Band in verschiedenen Clubs in Hamburg, unter anderem eine Saison im Indra Club, wo sie schnell zur eingespielten Band reiften und mehr verdienten als es ihnen in Liverpool möglich gewesen wäre.

Die Reeperbahn als Sprungbrett für aufstrebende Künstler

Auch heute noch bietet die Reeperbahn aufstrebenden Musikern und DJs die Möglichkeit, sich eine Karriere aufzubauen. Bars und Clubs wie der Baalsaal, die Prinzenbar und das Übel und Gefährlich haben aufstrebenden Solomusikern und Bands über Jahre eine Plattform gegeben, um ihre Karrieren aufzubauen.

Wie auch in vielen anderen Groß- und Hauptstädten, bietet eine Gegend wie die Reeperbahn nicht nur zwilichte Kneipen und fragwürdige Unterhaltung an. Sie zeichnet sich vor allem durch eine Offenheit aus, die es Künstlern – damals wie heute – ermöglicht, ihre Kunst mit Hamburg und der Welt zu teilen. Ob es wieder eine Erfolgsgeschichte wie bei den Beatles geben wird, bleibt abzuwarten.